Archiv Au-Pair

2011

 

Bericht eines Au-Pairs über Ihren Aufenthalt in London von Januar bis August 2010

Mein Au-Pair Aufenthalt in London

Mit 18 Jahren hatte ich die Ausbildung zur Sozialassistentin erfolgreich beendet, da stellte sich mir die Frage, was der nächste Schritt sein sollte. Sofort mit der Ausbildung zur Erzieherin beginnen oder vorher noch ein kleines Stück der Welt erkunden? Da ich damals noch nicht sicher war, ob die Ausbildung das Richtige für mich war, entschied ich mich für den Auslandsaufenthalt.

Der erste Schritt war es, eine Au Pair Vermittlungsstelle zu finden. Also nahm ich Kontakt mit Frau Lengert-Czech auf, die mich über das Konzept und über Partnerstädte der INVIA aufklärte. Mein Wunsch war es, nach London als Au Pair zu gehen. Bei einem Treffen füllten wir die Anmeldeformulare aus und ich konnte alle meine Fragen loswerden. Nachdem ich alle Unterlagen zusammen hatte, schickte Frau Lengert-Czech meine Bewerbung nach London.

Kurz vor Weihnachten war es dann soweit und die erste Familie meldete sich per

E-Mail bei mir. Nach einigen Telefonaten entschied ich mich für eine Gastfamilie mit drei Kindern. Anfang Januar wurde ich von meiner Familie am Flughafen verabschiedet und das Abenteuer „London“ konnte beginnen.

Einerseits freute ich mich riesig auf das Neue, andererseits wusste ich nicht genau, was mich erwarten würde. Werden die Kinder mich akzeptieren? Komme ich in London zurecht und finde ich Anschluss?

Die ersten Tage bei meiner Gastfamilie waren sehr ungewohnt, der Tagesrhythmus, das Essen und mein neues Zimmer. Besonders in dieser Zeit fehlten mir Deutschland, meine Familie und Freunde.

Doch einige Tage nach meiner Ankunft, hatte ich eine Postkarte von der örtlichen Vermittlungsstelle „German YMCA“ aus London im Briefkasten. Es war eine Einladung zum wöchentlichen „Tea meeting“.

Also machte ich mich gleich am nächsten Donnerstag auf den Weg zum Büro des German YMCA. Dort traf ich auf andere Au Pairs, die bereits einige Monate in London lebten, aber auch einige, die wie ich, erst angekommen waren. Bei Kaffee und Keksen konnten wir uns über alles austauschen. Dieses Treffen wurde zum festen Termin in meinem Wochenplan. Durch die Agentur fühlte ich mich sicherer, da ich mit all meinen Problemen zu ihnen gehen konnte. Zum Glück verstand und verstehe ich mich super mit meiner Gastfamilie, jedoch hört man immer wieder Geschichten, bei denen es nicht so gut geklappt hat.

Schön war auch, dass die Vermittlungsstelle Ausflüge in andere Städte Englands organisiert hatte, an denen ich an meinen freien Wochenenden teilnehmen konnte.

Im Nachhinein bin ich sehr glücklich über meine Entscheidung, als Au –Pair nach gegangen London zu sein. In diesen sieben Monaten habe ich viel dazulernen können und viele Entscheidungen selbstständig treffen, ohne den Einfluss meiner Eltern und Schwestern. Gleichzeitig habe ich aber auch meine Grenzen kennen gelernt und war mit meinen Aufgaben teilweise überfordert. Jedoch fand ich schnell einen „guten Draht“ zu meiner Gastmutter und wurde herzlichst als ein Teil der Familie angenommen. Aus diesem Grunde fiel es mir leicht, offen zu reden, auch wenn es Probleme gab.

Neben diesen persönlichen Erfahrungen, konnte ich eine neue Stadt kennen lernen, welche sehr viel zu bieten und entdecken hat. Es ist sehr schön für mich, immer wieder  London zu besuchen, weil ich diese Stadt mit vielen schönen Erinnerungen verbinde. Das Schönste ist, dass ich in meinem „früheren Zuhause“ immer herzlich willkommen bin, da die Beziehung zu meiner Gastfamilie weiterhin freundschaftlich vertraut ist.

Sahra Jäger aus Braunschweig

 

 

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